Den Hund richtig zu ernähren und somit gesund zu halten scheint inzwischen eine kleine Wissenschaft geworden zu sein. Es gab noch nie so ein breites Futterangebot wie heute, darunter aber leider wirklich sehr wenig Gutes um den Hund tatsächlich zur Gänze gesund zu ernähren.
Trockenfutter
Vorteile: lange Haltbarkeit, einfach zu lagern und zu portionieren, kann die Zahnhygiene fördern, preiswert, in vielen Varianten erhältlich, können als positive Verstärkung im Training verwendet werden, für Reisen gut geeignet
Nachteile: wird von einigen Hunden nicht gerne gegessen, teilweise hoher Getreideanteil oder minderwertige Zutaten, wenig Feuchtigkeit, können blähend wirken und eine Magendrehung begünstigen
Nassfutter
Vorteile: Hoher Feuchtigkeitsgehalt, fördert die Flüssigkeitsaufnahme, schmackhafter für viele Hunde, oft weniger Konservierungsstoffe als Trockenfutter, kann zum Beispiel für eine Schleckmatte verwendet werden
Nachteile: kürzere Haltbarkeit nach dem Öffnen, höherer Preis im Vergleich zu Trockenfutter, kann zu Zahnproblemen führen, mühsames Entsorgen der Dosen oder Schälchen
Rohfütterung (BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Vorteile: natürliche und artgerechte Ernährung, Kontrolle über die Zutaten, kann Allergien und Unverträglichkeiten reduzieren
Nachteile: zeitaufwändig in der Vorbereitung, erfordert fundierte Kenntnisse um Mängel oder sogar Schäden zu vermeiden, Risiko von bakteriellen Infektionen (z. B. Salmonellen), im Vergleich sehr teuer durch den hohen Frischfleischanteil
Selbstgekochtes Futter
Vorteile: Kontrolle über die Inhaltsstoffe, Anpassung an individuelle Bedürfnisse des Hundes (z. B. bei Krankheiten)
Nachteile: zeitaufwändig, Risiko von Nährstoffmängeln ohne exakte Planung und Supplemente, ebenso teurer als fertige Alternativen
Vegetarische oder vegane Ernährung
Hunde sind Omnivoren und benötigen tierisches Protein. Daher ist diese Ernährung nur bei bestimmten Krankheiten zu empfehlen!
Man kann die einzelnen Varianten bis zu einem gewissen Grad auch mischen. Zum Beispiel Trockenfutter und BARF oder Nassfutter. Hier sollte man jedoch die Verdauungszeiten der gewählten Variante genau kennen um hier die Verdauung des Hundes nicht zu belasten.
Die Variante muss sich gut mit dem Alltag vereinbaren lassen und finanziell auch leicht machbar sein. Des weiteren spielt der Gesundheitszustand des Hundes eine wichtige Rolle. Allergien, Krankheiten, Alter und Aktivität sind bei der Wahl des richtigen Futters zu beachten. Sollte man sich für die Artgerechte Ernährung, das Barfen entscheiden muss man sich Kenntnisse aneignen um den Hund auch richtig und gesund zu ernähren.
Die Ernährung eines Hundes in den ersten Lebensmonaten ist entscheidend für seine gesunde Entwicklung. In den ersten 4–6 Wochen ist die Muttermilch die wichtigste Nahrungsquelle. Sie liefert alle nötigen Nährstoffe und stärkt das Immunsystem des Welpen (Kolostrum in den ersten 24 Stunden ist besonders wichtig). Mit ca. 4 Wochen beginnt der Übergang zu fester Nahrung. Weiches Futter (z. B. Welpenfutter, mit Wasser oder Welpenmilch / Ziegenmilch eingeweicht) wird schrittweise eingeführt. Kleine, häufige Mahlzeiten (4–5 pro Tag) sind ideal, da der Magen eines Welpen klein ist.
Welpen haben einen höheren Energie- und Nährstoffbedarf als erwachsene Hunde. Daher wäre es gut wenn du zu Beginn das gleiche Futter wie dein Züchter weiter verwendest, um in den ersten Tagen wo der Welpe einzieht nicht seine Verdauung zu belasten. Welpenfutter ist speziell formuliert, um Wachstum und Entwicklung zu unterstützen.
Wichtig: Unterschied zwischen "Junior"-Futter für kleine Rassen und großen Rassen beachten. Große Rassen benötigen Futter mit angepasstem Kalzium- und Phosphorgehalt, um Wachstumsprobleme (z. B. Gelenkprobleme) zu vermeiden.
Tipp! Gib deinem Welpen im Zahnwechsel eine Karotte aus dem Kühlschrank zum Knabbern. Das beschäftigt den Welpen und lindert ein wenig die Schmerzen.
Mahlzeitenhäufigkeit:
6–12 Wochen: 4–5 Mahlzeiten pro Tag.
3–6 Monate: 3–4 Mahlzeiten pro Tag.
Ab 6 Monaten: 2 Mahlzeiten pro Tag.
Portionsgröße:
Generell gilt auf die Fütterungsempfehlungen des Futtermittels zu achten. Gerade bei schnell wachsenden und großen Hunden sollte man drauf achten, dass der Hund nicht zu dick gefüttert wird, da dies sehr schädlich für die Gelenke deines jungen Hundes sein könnten.
Tipp! Gerade im Welpenalter / Junghundealter trainiert man sehr viel mit seinem Hund und bestätigt diesen auch im Alltag sehr viel mit Leckerlis. Sollte Trockenfutter gefüttert werden, kann man hier eine Portion abziehen von der Tagesration und diese als Leckerli im Training verwenden.
Achte darauf dass dein Welpe oder Junghund genügend frisches Wasser zur Verfügung hat und nach den Mahlzeiten mindestens eine Stunde ruht um eine Magendrehung zu vermeiden.
Protein
Fette
Kohlenhydrate
Ballaststoffe
Vitamine und Mineralstoffe
Was darf auf keinen Fall in das Futter?
Leider findet man in den Regalen sehr viel mehr Futter mit schlechten Inhaltsstoffen als mit guten. Es zahlt sich jedoch aus einen genauen Blick drauf zu werfen um den Hund lange gesund zu halten.
Tipp! Achte auf die Deklaration - Zum Beispiel sollte drauf stehen "frisches Huhn" oder "Huhn" und nicht "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" oder "Fleischmehl".
Was tun wenn mein Hund etwas Verbotenes gegessen hat?
Oft zeigt der Hund Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Fieber, Unruhe, Atemprobleme, Zittern, Krämpfe, Lähmungserscheinungen oder andere Verhaltensauffälligkeiten.
Auf manche verbotene Lebensmittel reagiert der Hund vielleicht nur mit wenigen Symptomen, manche sind jedoch tödlich. Daher ist dies auf jeden Fall so rasch wie möglich mit einem Tierarzt abzuklären. Dieser wird den Hund dann untersuchen und nach der verzehrten Menge fragen. Danach wird der Tierarzt die passende Therapie einleiten.
Futtermittelunverträglichkeiten bei Hunden können sich auf verschiedene Weise äußern. Die Symptome betreffen meist die Haut, das Verdauungssystem oder das Verhalten des Hundes. Hier sind die häufigsten Anzeichen:
Die häufigsten Auslöser von Unverträglichkeiten sind Huhn, Rind, Lamm, Weizen, Mais, Soja und Farb- oder Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Solltest du den Verdacht haben, dass dein Hund das Futter nicht verträgt suche den Tierarzt auf und lasse die Symptome abklären!
Hunde benötigen eine Vielzahl von Mineralstoffen, Vitaminen und Zusatzstoffen, um gesund zu bleiben. Diese Nährstoffe können durch ausgewogenes Futter oder gezielte Ergänzungen bereitgestellt werden. Hier eine Übersicht der wichtigsten Substanzen und ihrer Wirkung:
Calcium
Phospor
Magnesium
Natrium und Kalium
Zink
Eisen
Selen
Jod
Vitamin A
Vitamin D
Vitamin E
Vitamin K
B-Vitamine (B1, B2, B6, B12)
Vitamin C
Omega-3-Fettsäuren
Omega-6-Fettsäuren
4. ZUSATZSSTOFFE UND IHRE VORTEILE
Glucosamin und Chondroitin
Probiotika
L-Carnitin
Biotin
Algenmehl
Je nach Alter, Größe, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand des Hundes soll der Bedarf angepasst werden. Um Überdosierungen zu vermeiden kläre dies genau mit dem Hersteller, deinem Tierarzt oder einem Hundeernährungsberater ab. Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein. Wenn möglich bevorzuge jedoch natürliche Quellen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und ggf. gezielten Ergänzungen kannst du sicherstellen, dass dein Hund optimal versorgt ist.
verfasst von Barbara Fink (c). Bild und Textinhalt teilweise aus ChatGPT. Grundlegend basiert der Inhalt auf jahrelanger Erfahrung mit Hunden und Ausbildung und wurde nicht tierärztlich bestätigt.